Schwangerschaft & Geburt in Neuseeland

Eingetragen bei: Familie in NZ | 1

Ein freudiges Ereignis – der Nachwuchs meldet sich an. Weit weg von der vertrauten Heimat und ohne Hilfe der Familie muss man sich rechtzeitig  damit befassen wie das Thema Schwangerschaft und Geburt in Neuseeland abläuft.

Selbsverständlich ist man nicht allein und die Hebamme ist bei jedem Schritt dabei. Diese sucht man sich über das Nationale Register unter http://www.findyourmidwife.co.nz/ aus. Mit ihr trifft sich die werdende Mutter zunächst ein Mal im Monat und im Verlauf der Schwangerschaft dann mehrmals im Monat zur Überprüfung der Herztöne. Einen Gynökologen sieht man im Normalfall nicht. Sollte man einen Facharzt wünschen, der einen stattdessen betreut, kostet es ungefähr $3000 oder man hat eben eine Versicherung, die alles oder teilweise übernimmt.

Falls keine Risikoschwangerschaft vorliegt oder keine anderweitigen gesundheitlichen Bedenken auftreten, bekommt man zwei Ultraschalluntersuchungen vom Staat finanziert, eine in der 12-13 und die zweite in der 20-21 Woche. Schwangerschaftsbetreuung ist an sich durchweg kostenlos, einen Beitrag von $50 muss man für die Scans dazu bezahlen. Nicht selten bekommt man aber auch weitere Scans von der Hebamme verschrieben, falls es, wie bereits oben erwähnt, zu Komplikationen kommt oder die Hebamme zum Beispiel prüfen lassen will, ob genügend Fruchtwasser vorhanden ist. Auch Geburtsvorbereitungs- und Stillkurse werden kostenfrei angeboten. Als Geburtsort kann man sich zwischen der Hausgeburt, Geburtshaus oder Krankenhaus entscheiden.

Krankenhaus: bei einer Risikoschwangerschaft oder Zwilligen ist das Krankenhaus die einzige Möglichkeit. Natürlich hat man hier sowohl Ärzte als auch Hebammen vor Ort. Einige favourisieren natürlich auch die Möglichkeit Schmerzmittel verabreicht bekommen zu können. Allerdings wird erwartet, dass man 2 Stunden nach der Geburt das Krankhaus wieder verlässt, sollte alles normal verlaufen sein.

Die weit verbreitete zweite Möglichkeit sind die Geburtshäuser. Der Unterschied zum KH ist die Tatsache, dass es hier keine Ärzte gibt und die Frauen bis auf Lachgas keine Schmerzmittel bekommen können.  Zu finden sind diese Birthing Units vorallem in kleinen Städtchen, in denen es keine KH gibt. Hier wird man 2 Tage lang betreut und bekommt alles gezeigt, was man für den Anfang wissen muss. Viele entbinden auch im Krankenhaus und kommen dann zur Betreuung hierher.

Wie circa 5% der Neuseeländer, haben wir uns für die dritte Möglichkeit, die Hausgeburt (inkl. Geburtsbecken), entschieden. Gut vorbereitet und voller Vorfreude hat alles gut geklappt. Es war angenehm in vertrauter privater Umgebung zu sein und nicht zwischen durch ins Auto steigen zu müssen, um in ein Geburtshaus oder KH fahren zu müssen. Der Nachteil war allerdings, dass wir zwei Stunden nach der Geburt ohne weitere Hilfe da standen. Das war schon etwas anstregend, aber ist auch machbar. Die Hebamme kommt die ersten Tage täglich zum Check. Sie gibt Tipps und stellt sicher, dass der/die Kleine sich gut entwickelt

Den neuen Kiwi muss man dann noch anmelden, geht auch alles online. Innerhalb von zwei Tagen hatten wir dann auch schon seine Geburtsurkunde.

 

 

Flaggenreferendum
Neue Spezies: Road Cones

Eine Antwort

  1. Jetzt auch an dieser Stelle meinen herzlichen Glückwunsch zum neuen „Dati“. Der erste Kiwi in unserem Stammbaum!
    Möge er ein „strammer Bursche“ werden wie sein Vater!
    Kathi, meine Anerkennung zu Deinem Mut zur Hausgeburt!
    Und nochmals: Euer Blog ist eine Wucht!

    Opa Robert / Walsrode