Wir haben unser Residency!

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Als wir vor gut 22 Monaten hier ankamen, stand das Thema residency noch nicht einmal annähernd auf der To-Do Liste.

Zunächst musste das Touristenvisum verlängert werden. Dann wurde einige Monate später das medical gemacht und das Arbeitsvisum beantragt. Am 26. Oktober haben wir uns dann entschlossen der-die-das Expression of Interest (EOI) einzureichen. Wenige Tage später wurden wir aufgrund einer ausreichenden Punktzahl von > 140 sofort gezogen und haben mithilfe einer Checkliste die Unterlagen zusammengestellt. An sich dachten wir alles gut vorbereitet zu haben, aber dann viel uns auf, dass wir ein Zeugnis nur in Kopie hatten und das Original weiterhin in Deutschland war. Dies musste also noch per Post verschickt werden und wir haben gewartet und gewartet und gewartet, doch keine Post kam bei uns an. Obwohl Briefe schonmal 2 Wochen brauchen konnten, bekamen wir nach 3 Wochen dann doch ein ungutes Gefühl und haben die erste beglaubigte Kopie abschicken lassen. Leider auch dieses Mal kam kein Brief bei uns an.

Wie sich später herausstellte, waren die Zahlen nicht eindeutig zu lesen. Die deutsche 1 wird schnell als englische 7 interpretiert. Das hat zu Probelmen bei unserem Postfach und PLZ geführt. Aber Muttis Intuition sei Dank, wurden gleich 2 beglaubigte Kopien angefertigt. Diesmal ging der dritte Brief an unsere Hausanschrift und war nach 2 Wochen auch (schon) da. Die ersten beiden Briefe kamen aber nach 3 Monaten in Deutschland als unzustellbar zurück. Respekt weltweites Postsystem!!

Dieses ganze Hin und Her hat uns viel Zeit gekostet, so dass wir am allerletzten Tag noch rechtzeitig unsere Unterlagen einreichen konnten. Nach dem EOI hat man nämlich genau vier Monate dafür Zeit. Also hier unser Tipp: Vor dem EOI alle Unterlagen zusammen suchen und ggf. den IELTS Test machen. Wir waren zwar noch keine 12 Monate bei einem Arbeitgeber beschäftigt, konnten unsere Englisch-Kenntnisse aber anderweitig darlegen, sodass uns diese Kosten von knapp $400 p.P. erspart blieben. Auch das medical, welches wir wenige Monate zuvor für das Arbeitsvisum eingereicht hatten, war noch 36 Monate nach Ausstellungsdatum gültig, da es vorher bereits bei Immigration vorlag. Ansonsten ist ein medical nur sechs Monate gültig. Man sollte also schnell handeln.

Dann wurde also alles geprüft und wir mussten noch ein paar weitere Unterlagen wie Einkommens- sowie Steuerbescheinigungen nachreichen. Der Arbeitgeber durfte ein paar weitere Fragen beantworten und mein Aufgabenbereich sollte nochmal genau definiert werden, damit er die richtige Skilled Migrant Kategorie entspricht. Am 24. Juni, also vier Monate später, haben wir die vorläufige Genehmigung bekommen (Approval in Pricinple) und konnten endlich unsere Pässe einreichen. Diese bekamen wir nach zwei Wochen samt diesem Aufkleber wieder zurück:

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Hiermit dürften wir schon dauerhaft (indefinite) in Neuseeland bleiben und arbeiten. Wenn wir allerdings nach dem 6. Juli 2017 ins Ausland fliegen würden, kämen wir nicht wieder rein. Dafür ist dann eine Verlängerung oder die sog. permanent residency nötig, die wir erst nach zwei weiteren Jahren beantragen können.

Wir sind unglaublich froh, dass wie diesen, wahrscheinlich schwersten Teil, nun geschafft haben.

Bei unserer EOI-Ziehung am 29.10.2014 wurden übrigens 549 Bewerber ausgewählt. 88 davon haben ohne ein Joboffer die 140 Punkte erreicht. Ob ihr euch auch schon aus dem Ausland für die residency bewerben könnt, kann man beim Points Indicator ausrechnen lassen.

 

Hier einmal die Kosten, die wir bisher bezahlt haben, um das working sowie das residency visa zu bekommen:

Übersetzungen ins englische: €400

6x  Polizeiliches Führungszeugnis: €33 x 6 = €198

Anerkennung Berufsausbildung NZQA: $741

Verlängerung Touristenvisa 2x: $165 = $330

Medical 2x: $480 x 2 = $960

Work & Partnervisa: $690

Expression of Interest: $510

Resident Skilled Migrant: $1,810

Migrant Levy: $620

Um alle Punkte zu durchlaufen haben wir also knapp $7,000 bezahlt. Hier kann man die aktuellen Gebühren einsehen.

Unter Umständen kommen noch die Kosten für den IELTS Test von knapp $400 p.P. dazu, sowie die Kosten für einen Immigration Advisor, die sehr unterschiedlich sein können.

 

 

Lake Coleridge - Peak Hill
Die (Neue)seeländische Flagge

Eine Antwort

  1. Hans-Werner

    Wou,

    hallo…herzlichen Glückwunsch!!!

    Na, dann ist der nächste Schritt wohl die Einbürgerung..oder?

    Mein Onkel hatte seinerzeit auch die australische Staatsbürgerschaft angenommen…. 😉

    …und war sehr glücklich damit !!!

    Liebe Grüße

    Hans-Werner